Forschungsfeld: Konsum, Ernährung, Gesundheit
Verbraucherforschung und Verbraucherkommunikation: Wir untersuchen das Konsumverhalten von Verbraucherinnen und Verbrauchern, beispielsweise die Nachfrage nach Tierwohlprodukten oder Reaktionen auf Preisänderungen. Zudem analysieren wir, wie Informations- und Entscheidungsbedingungen, beispielsweise Labels und Kennzeichnungen, das Verbraucherverhalten beeinflussen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbraucherkommunikation und der Frage, wie Informationen zu Lebensmitteln und gesunder Ernährung gestaltet sein sollten, damit sie von Verbraucherinnen und Verbrauchern wahrgenommen und tatsächlich verstanden werden. Grundlage unserer Untersuchungen bilden insbesondere repräsentative Verbraucherbefragungen sowie quantitative und experimentelle Analyseverfahren.
Ernährungsanalysen: Die Lebensmittelauswahl von Individuen beeinflusst die persönliche Gesundheit und hat Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Um diese Zusammenhänge sichtbar zu machen, wird die individuelle Ernährung auf Basis des vom ife Institut entwickelten digitalen Tools NutriAlyze detailliert erfasst und im Hinblick auf Mikro- und Makronährstoffe sowie den CO₂-Fußabdruck automatisiert ausgewertet und digital zur Verfügung gestellt.
Ernährungsoptimierung: Auf Basis der Methode der mathematischen Optimierung wird die Zusammensetzung der Ernährung so verändert, dass die Empfehlungen von Ernährungsexpertinnen und -experten erreicht werden, aber gleichzeitig geringsmöglich von einer ungesünderen Ausgangsernährung abgewichen wird. Dieses Tool wurde z.B. im Rahmen eines EU-Projektes zur Bestimmung von Referenzbudgets bei Lebensmitteln und aktuell zur Ausgestaltung einer nationalen Notstandsreserve verwendet.
Evaluierungen: Wir führen Prozess- und Ergebnisevaluierungen von Projekten durch, bei denen es um eine gesundheitsförderliche und nachhaltige Lebensmittelversorgung geht. Im Rahmen der Evaluierungen sammeln wir Daten und führen Befragungen verschiedener Akteurinnen und Akteure durch, wobei sowohl qualitative als auch quantitative Methoden zur Anwendung kommen. Wir evaluieren z.B. für mehrere Bundesländer das EU-Schulprogramm Obst, Gemüse und Milch sowie die Etablierung der Vernetzungsstellen Seniorenernährung.